15. August 2008

Topstars und Entdeckungen: Neues in der VIRGO-Serie

Wenn sich das Label Virgin Classics einen lateinischen Namen zulegt und sich vorübergehend in VIRGO verwandelt, wissen Klassik-Kenner: Es schlägt die Stunde der Katalogschätze. Die Serie VIRGO bietet Bestes aus dem Virgin Classics-Katalog zum attraktiven Preis.
Dass in dem Namen VIRGO die Bezeichnung für das Sternbild der Jungfrau mitschwingt, hat seinen Grund: Schließlich besteht dieses Sternbild aus vielen tausend Galaxien, und fast genauso vielfältig ist auch die Musik, die den Hörer in der Serie erwartet. Gleich 14 Neuzugänge sind jetzt zu verzeichnen — von der Kirchenmusik bis zum Klavierkonzert, von der Sinfonie bis zum Streichquartett. Höhepunkte sind sicher die Grieg- und Liszt-Aufnahmen mit Starpianist Leif Ove Andsnes oder Mozarts Krönungsmesse unter der Leitung von Peter Neumann — eine wahre Referenzeinspielung aus dem Jahre 1989. An weiteren großen Instrumentalsolisten sind Christian Tetzlaff (Violinkonzert von Dvořák) und Stephen Hough (Brahms-Klavierkonzerte Nr.1 & 2) dabei, außerdem widmet sich der große Cellist Paul Tortelier einem französischen Programm mit kantablen, orchesterbegleiteten Solostücken teilweise in reizvollen Bearbeitungen - von Saties Gymnopédies 1 und 3 bis Faurés Elégie. Auch die Kammermusik ist prominent besetzt: Das Borodin String Quartet spielt Schuberts Rosamunde-Quartett und den Quartettsatz c-moll. Dass Virgo auch für wahre Repertoire-Entdeckungen gut ist, zeigt die Folge mit Rachmaninoffs Vesper Das große Abend- und Morgenlob: Das machtvolle A-cappella-Chorwerk des russischen Spätromantikers erklingt mit dem Schwedischen Radio Chor unter Tõnu Kaljuste. Die hoch gelobte Einspielung ist nach wie vor ein Repertoire-Juwel.