29. April 2009

Kammermusikalisches Gipfeltreffen: Gidon Kremer & Martha Argerich live in Berlin

»Stehender Beifall, Blumen, Zugaben — die Kammermusik, sie lebt.« Der Jubel, der hier aus der Neuen Zürcher entgegen klingt, gilt einem der großartigsten Konzertereignisse der letzten Jahre: Im Dezember 2006 trafen sich die Weltklasse-Künstler Gidon Kremer und Martha Argerich in Berlin zu einem »Gipfeltreffen zweier Giganten« (Münchner Abendzeitung) und spielten ein kontrastreiches Kammermusik-programm, dessen Live-Mitschnitt jetzt endlich auf CD erscheint. Auf dem Programm standen Werke von Schumann und Bartók sowie Zugaben von Kreisler - am 3. Mai um 19:00 auch auf ARTE zu erleben!
Eine ungewohnte Zusammenstellung, aber auch eine beziehungsreiche: Beide Komponisten brachen aus den Normen ihrer Zeit aus und erfanden gewissermaßen das Rad der Musik neu — Schumann als Romantiker, Bartók, indem er gerade diese Romantik überwand und zum Wegbereiter der Moderne wurde. Die Solisten verschränken die beiden mit je einem Werk für Violine und Klavier und je einer Solokomposition: So treffen Schumanns Kinderszenen auf Bartóks hochexpressive Solo-Violinsonate, Schumanns zweite auf Bartóks erste Violinsonate. Auch alleine hätten Argerich und Kremer jeder für sich für ein ausverkauftes Haus gesorgt, merkte der Züricher Tages-Anzeiger an und betonte: »Große Musiker müssen am Werk sein, wenn so wenig Klang den Raum mit so viel Energie füllen kann ...« Am 3. Mai wird ein Film zum Konzert von Finkernagel & Lueck auf ARTE ausgestrahlt, zeitgleich geht das »Traumpaar der Kammermusik« (Münchner Merkur) auf eine große Japan-Tournee und wird im September auch wieder in Europa zu erleben sein.