03. November 2011

Zum 40. Todestag eines früh verstorbenen Genies: Die ICON-Box zu Michael Rabin

»Höre Rabin, und du weißt: Die Götter haben die Violine nicht vergessen«. Dieses Zitat aus der Chicago Tribune ist eines von unzähligen Dokumenten, die die außergewöhnliche Karriere des Violinvirtuosen Michael Rabin begleiteten.
Durch die ganze Welt hallten die Ruhmeshymnen über seine Konzerte und Aufnahmen. Der Geiger starb 1972 mit nur 35 Jahren. Die meisten seiner Einspielungen produzierte EMI Classics. Zu Rabins 40. Todestag am 19. Januar 2012 erscheint im Rahmen der ICON-Serie die 6-CD-Box mit seinem Vermächtnis, die unter Kennern als legendäre Edition gilt. Rabin, 1936 als Sohn eines Musikerehepaars geboren, begann mit 13 Jahren die Konzertpodien der Welt zu erobern. 1950 — er war gerade mal 14 Jahre alt — startete er seine Schalplattenkarriere. Er begeisterte weltweit mit seiner aufsehenerregenden Technik und seiner überwältigenden Musikalität, galt als Nachfolger von Kreisler und Heifetz - und führte das Leben eines Reisevirtuosen, dessen Auftrittskalender allein schon erstaunlich war. Er war einer der ersten »Flugmeilen-Millionäre« und wurde damit sogar zum Werbeträger einer Fluggesellschaft (und das in den 50ern!). Ende der 60er Jahre wurde es stiller um Michael Rabin, und noch heute kursieren Gerüchte über angeblichen Selbstmord. Die 6 CDs mit Aufnahmen aus den Jahren zwischen 1954 und 1960 zeigen ihn auf dem Zenit seines Könnens. Sie sind nach Genres geordnet und enthalten Solowerke, Konzerte und Konzertstücke sowie klavierbegleitete Kompositionen. Höhepunkte sind die Konzerte von Paganini, Bruch, Wieniawski, Tschaikowsky und Mendelssohn sowie die Paganini-Capricen.