12. Januar 2010

Im Trompeten-Wunderland: Alison Balsom spielt italienische Barock-Konzerte

Wenn die Presse über die englische Trompetenvirtuosin Alison Balsom schreibt, fließen den Kritikern Worte allergrößter Bewunderung aus der Feder: »Anbetungswürdig« (Brigitte), »schneeweiß-silbrige Adventsmusik der Extraklasse« (Madame), »es erscheint fast so, als habe sie das Trompetenspiel neu erfunden« (Hannoversche Allgemeine Zeitung), »virtuos, aber gefühlvoll, elegant und geschmeidig« (Spiegel Online). Andere Journalisten kürten sie schlicht zur »Paganina der Trompete«. Und als solche legt die Virtuosin erneut ein faszinierendes Album vor, auf dem sie alle Register ihrer Kunst ziehen kann: Italienische Konzerte der Barockzeit — von Vivaldi, Tartini, Albinoni, Marcello und Cimarosa.
Das Barock ist die wahre künstlerische Heimat der klassischen Trompete, die ganze Epoche mit ihrem Hang zu grandioser fürstlicher Prachtentfaltung ein wahres »Trompeten-Wunderland«. Alison Balsom hat sich durch stilsichere Arrangements von hochvirtuosen Oboen- und Violinkonzerten größter italienischer Meister dieser Epoche von Albinoni bis Vivaldi ein neues, ganz persönliches Repertoire geschaffen, mit dem die Künstlerin, eine der wenigen weiblichen Trompetensolisten der Welt, ganz nach ihrer erklärten Absicht neue Seiten der ihres Instruments zeigt — technisch ausgefeilt in strahlendem Goldgefunkel, aber auch mit weiten Bögen beseelter Kantabilität. Die mehrfache preisgekrönte Künstlerin — u.a. mit einem ECHO Klassik 2007 sowie 2009 — übernimmt im konzertanten Wettstreit mit dem Scottish Ensemble selbst die Orchesterleitung.